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Martin Lee Caseys Entwicklung zum beliebten Jazzsänger und Entertainer begann auf Umwegen. Nachdem er in den Sechziger Jahren in England ein Kunst- und Designstudium absolviert hatte, beschloss er, sich seiner zweiten großen Liebe, der Jazzmusik, zu widmen.
Er nahm Klarinettenunterricht und wechselte bald darauf zum Saxophon, das er heute noch spielt und unterrichtet. Wenn man den heutigen Jazzsänger nach seiner ersten Begegnung mit dem Jazzgesang fragt, erinnert er sich begeistert an Georgie Fames Auftritte in London, die er als Jugendlicher miterlebte. Von da an war für mich klar, dass ich Jazzsänger werden will. Diese frühen Eindrücke haben gewissermaßen meinen Weg vorgezeichnet. Georgie Fame hat mich wirklich auf den Geschmack gebracht – besonders durch Titel wie Moody´s Mood mit den virtuos nachgesungenen Solos berühmter Instrumentalartisten, dem sogenannten Vocalese. Auch andere großartige Vokalartisten wie Jon Hendricks, King Pleasure und der fantastische Eddie Jefferson haben mich geprägt. Später kamen Sänger wie Mark Murphy und Oscar Brown Jr. dazu. In den achtziger Jahren verlegte Martin seinen Wohnsitz nach Köln.
Seit vielen Jahren ist er auf Galaveranstaltungen und bei Clubdates ein gern gesehener Gast. Mit seiner klangvollen Stimme, seiner ausgezeichneten Phrasierung, seinem geschmackvollen Repertoire, seiner Bühnenpräsenz und der seltenen Fähigkeit, mit Songs Geschichten zu erzählen, hat er sich auf den Bühnen der ersten Häuser wie in den Jazzclubs einen festen Platz erworben.
Aus seinen Lieblingskompositionen hat Martin ein authentisches Repertoire zusammengestellt. Es reicht von leisen Balladen über swingenden Jazznummern bis zu populären Songs der Popmusik. Jedes einzelne Stück hat für mich eine persönliche Bedeutung. Martin Lee Casey ist ein gefragter Entertainer, der von einem Piano oder seinem swingenden Jazzband begleitet, sich ebenso versiert präsentiert wie vor einer Big-Band.
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